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Themenverzeichnis


1. Drohnenverordnung 2018 - Wesentliche Regeln in Deutschland
1.1 Seit wann müssen Luftfahrzeuge versichert werden?
1.2 Sind alle Drohnen in Deutschland versicherungspflichtig?
1.3 Ab welchem Alter darf ich eine Drohne fliegen?
1.4 Mit welchem Strafmaß muss ich bei Nichtbeachten der Regeln rechnen?
1.5 "Flugmodell" / "Unbemanntes Luftfahrtsystem“! Was sind die Unterschiede?
1.6 Wann und wo herrscht Drohnen-Flugverbot?
1.7 Wann ist eine Aufstiegs­genehmigung erforderlich?
1.8 Wie hoch und weit dürfen Drohnen fliegen?
1.9 Wann ist ein Kenntnisnachweis erforderlich?
1.10 Wo erhalte ich den Kenntnisnachweis für Drohnen?
1.11 Sind Lehrgänge zum Kenntnisnachweis Pflicht?
1.12 Darf ich mit meiner Drohne über das Nachbargrundstück fliegen?
1.13 Darf mein Nachbar mir die Drohne aus der Luft fischen?
1.14 Welche Regeln gelten für Gebäude?
1.15 Wen darf ich mit meiner Drohne fotografieren und filmen?
1.16 Welche Drohnenfotos dürfen veröffentlicht werden?
1.17 Darf ich meine Drohne alkoholisiert fliegen?
1.18 Darf ich mit meiner Drohne Personen aufnehmen?
1.19 Benötige ich einen Drohnen-Führerschein?
1.20 Wie viel Kilogramm darf meine Drohne transportieren?
1.21 Darf ich meine Drohne nachts fliegen?
1.22 Was tun, wenn es zum Unfall kommt?
1.23 Was versteht man unter BOS-Flügen?
1.24 Benötige ich für BOS-Flüge eine spezielle Versicherung?

2. Die Drohnen Versicherung - Wissenswertes
2.1 Welche Arten der Drohnen Versicherung gibt es?
2.2 Welcher Tarif macht für mich am meisten Sinn? Wie finde ich das heraus?
2.3 Was sind die Unterschiede zwischen einer Privat- und einer Luftfahrt-Haftpflicht?
2.4 Wie erkenne ich, ob es sich bei einem Tarif um eine echte Luftfahrt-Haftpflicht?
2.5 Was leistet die Drohnen Versicherung und was leistet sie nicht?
2.6 Welche Möglichkeiten gibt es die Drohne zu versichern - Vorteile/Nachteile?
2.7 Wann ist die Nutzung der Drohne privater Art und wann gewerblicher?
2.8 Welche Versicherungssumme ist sinnvoll?
2.9 Welche Faktoren beeinflussen den Beitrag der Drohnen Versicherung?
2.10 Ist in den Tarifen der Drohnenhaftpflicht die Rechtsschutz enthalten?
2.11 Was sind Vermögensschäden? Was musst Du als Drohnen Pilot darüber wissen?
2.12 Besteht noch Versicherungsschutz wenn weitere Personen die Drohne steuern?
2.13 Ab welchem Zeitpunkt ist meine Drohnen Versicherung gültig?
2.14 Ich habe zwei Kopter, wie versichere ich diese am besten?
2.15 Was passiert mit meiner Drohnen-Versicherung wenn ich meine Drohne verkaufe bzw. diese „untergeht“?
2.16 Vermietung von Drohnen - Ich bin auf der Suche nach einer Drohnen Versicherung, die mir eine Weitervermietung meiner Drohnen (Flugpark) erlaubt und versichert!
2.17 Kann ich Sprühflüge versichern?

3. Technik
3.1 Wo finde ich die Seriennummer meiner Drohne?
3.2 Was ist eigentlich ein Gimbal?
3.3 Was hat es mit dem Wert 750.000 XDR auf sich?
3.4 Was bewirkt der Notausschalter meiner Drohne?
3.5 was ist eine First Person View (FPV)? Ist diese Option in der Drohnen Versicherung versichert?
3.6 Wie verhalte ich mich, wenn mein Multicopter nicht mehr auf Befehle reagiert /FlyAway)?

4. Mit der Drohne ins Ausland
4.1 Was gilt es zu beachten, wenn ich mit meiner Drohne auf Flugreise gehe?
4.2 Warum werden USA und Kanada nicht versichert?
4.3 Was muss man für Drohnenflüge in den USA beachten?
1. Drohnenverordnung 2018 - Wesentliche Regeln in Deutschland
drohnen-verordnung

1.1 Seit wann müssen Luftfahrzeuge versichert werden?
Ganz gleich ob privat oder gewerblich genutzt, müssen schon vor Einführung der Drohnen-Verordnung Anfang 2017 durch das Bundes-Verkehrsministerium alle Drohnenbesitzer eine Haftpflichtversicherung für ihr Flugmodell nachweisen. Seit August 2005 sind hier auf Gesetzesseite keinerlei Ausnahmen mehr vorgesehen.

1.2 Sind alle Drohnen in Deutschland versicherungspflichtig?
Der Abschluss einer Drohnen Versicherung ist in Deutschland absolut Pflicht. Im Prinzip ist die Drohne wie ein Kfz zu behandeln, ohne Haftpflichtversicherung darf es nicht auf die Straße. Bei Drohnen handelt es sich um Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsysteme, die als Luftfahrzeuge gelten und versicherungspflichtig sind. Die Nutzung ist im Luftverkehrsgesetz (LuftVG) und in der Luftverkehrsordnung (LuftVO) definiert und geregelt.

Ganz egal ob eine Drohne privat oder gewerblich genutzt wird, haftet der Halter mit seinem jetzigen und künftigen Vermögen für die beim Flug oder durch einen Absturz entstandenen Schäden voll. Diese könnten Personenschäden, wie die Körperverletzung oder Sachschaden wie die Beschädigung eines Fahrzeuges oder eine Stromleitung. Mit einer Drohnen Versicherung bist Du vor Schadensersatzansprüchen Dritter absolut geschützt.

Achtung: Bei schweren Verstöße gegen die Luftverkehrsordnung wird nicht geleistet!

Die Verletzung des Datenschutzes, der Persönlichkeitsrechte, Veröffentlichungsrechte und Urheberrechte durch Drohnenaufnahmen sind eine grobe Fahrlässigkeit, die zu erheblichen Vermögensschäden führen könnte. Diese Art von Schäden werden durch eine Drohnen Versicherung nicht gedeckt. Um so wichtiger ist, bevor Du eine Drohne startest, dich über die Rechtslage in Deutschland und deine Pflichten gründlich zu informieren.

1.3 Ab welchem Alter darf ich eine Drohne fliegen?
Das Alter, ab wann ein Multicopter gesteuert werden darf ist in Abhängigkeit von dem Gewicht der Drohne geregelt. Für Drohnen bis zu einer Startmasse in Höhe von maximal 2 kg gibt es hier keine Beschränkungen. Ab einem Gewicht von 2 kg gilt zum Einen der gesetzlich vorgeschriebene Kenntnisnachweis und zum Anderen ein Mindestalter von 16 Jahren.

1.4 Mit welchem Strafmaß muss ich bei Nichtbeachten der Regeln rechnen?
Nach aktueller Gesetzeslage ist mit bis zu 10 Jahren Haft zu rechnen, wenn ihr eure Drohne über nicht erlaubte Objekte, Gebäude (z.B. Industrieanlagen), Gebiete (z.B. Naturschutzgebiete) oder über Menschenansammlungen fliegt. Um jeden Flughafen gilt eine Flugverbotszone im Umkreis von 1,5 Kilometern. Jüngst zeigt ein Vorfall am Olympiapark in München, welche Folgen eine Missachtung der Regeln haben kann; ein 36-jähriger Mann ließ seine Drohne dort unachtsam gegen das Drehrestaurant fliegen, diese zerschellte und stürzte unweit einer Familie zu Boden – das ist unverantwortlich.

1.5 "Flugmodell" / "Unbemanntes Luftfahrtsystem“! Was sind die Unterschiede?
Im Prinzip ist das ganz einfach zu unterscheiden. Wenn die Drohne über die reine Sport- und Freizeitgestaltung hinaus eingesetzt wird, spricht man von "unbemannten Luftfahrtsystem" sonst gilt die Drohne als "Flugmodell". Mit einfachen Worten,
  • Private Nutzung: Flugmodell
  • Gewerbliche Nutzung: Unbemanntes Luftfahrtsystem

1.6 Wann und wo herrscht Drohnen-Flugverbot?

Verboten ist,

  • Fliegen ohne die gesetzlich vorgeschriebene Drohnen Versicherung.
  • Fliegen ohne direkten Sichtkontakt zur Drohne.
  • Fliegen über Menschenansammlungen
  • Fliegen über militärischen Objekten
  • Fliegen ​über Krankenhäusern und Katastrophengebieten
  • Fliegen über Industriekraftwerken und Tankstellen
  • Fliegen über Justizvollzuganstalten
  • Fliegen unter Drogen- oder Alkoholeinfluss
  • Fliegen Nachts ohne Beleuchtung
  • Zu Flughäfen und Fluglandeplätzen muss ein Sicherheitsabstand von 1,5 Kilometern eingehalten werden ansonsten ist eine Freigabe der örtlichen Flugplatzkontrolle notwendig. Außerdem muss zu öffentlichen Wegen und Hochspannungsleitungen ein Sicherheitsabstand gehalten werden.

1.7 Wann ist eine Aufstiegs­genehmigung erforderlich?
Gemäß neuer Verordnung 2017 bedarf das Fliegen bei Nacht und das Fliegen von Drohnen mit einem Gewicht über 5 kg einer Erlaubnis durch die zuständigen Landesluftfahrtbehörde; bereits bestehende Aufstiegs-Erlaubnisse behalten ihre Gültigkeit. Auf dieser Seite möchten wir euch zu den Möglichkeiten in den genannten Fällen Hilfestellung geben.

Grundsätzlich lässt sich eine Erlaubnis als Einzelaufstiegserlaubnis projektbezogen beantragen oder alternativ als allgemeine Aufstiegserlaubnis für einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren. Beachtet, dass jede Aufstiegserlaubnis den individuellen Länderverordnungen unterliegt und nicht per se deutschlandweit Geltung hat. Jedoch habt ihr die Möglichkeit nach erfolgter Erlaubnis eine Anerkennung auch in anderen Bundesländern zu beantragen - dies ist kostengünstig.

Wichtig zur Drohnen Versicherung:
Um eine Aufstiegserlaubnis zu erhalten, ist bei allen Bundesländern eine Drohnen Versicherung (Luftfahrt-Haftpflichtversicherung) Mindestvoraussetzung.

1.8 Wie hoch und weit dürfen Drohnen fliegen?
Grundsätzlich gilt, dass unabhängig von der Art der Nutzung alle Geräte (Flugmodelle und UAVs) bis 5 kg nur noch in Sichtweite und nur in Flughöhen bis maximal 100 Metern fliegen dürfen – auf Modellflugplätzen darf höher geflogen werden.

Für Geräte mit einem Gewicht über 5 kg kann dieses Verbot durch gesonderte Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörden aufgehoben werden. Für unbemannte Luftfahrtsysteme mit einem Gewicht über 25 kg können nach Prüfung der Erlaubnisbehörde weitere Freiheiten gelten.

Bei dem Einsatz von Videobrillen gelten gesonderte Regeln; das Gerät darf nicht schwerer als 250 g sein, die Flughöhe darf lediglich 30 Meter betragen. Diese Begrenzung wird aufgehoben, wenn ein Dritter ohne Videobrille das Gerät permanent in Sichtweite hat und den Steuerer jederzeit auf Gefahren aufmerksam machen kann.

1.9 Wann ist ein Kenntnisnachweis erforderlich?
Für alle Geräte ab 2 kg Fluggewicht ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich. Dieser kann durch den Nachweis einer gültigen Pilotenlizenz, durch Ablegen einer Prüfung bei einer durch das Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Stelle (auch online möglich). Es soll ein Mindestalter von 16 Jahren gelten. Für den Betrieb von Flugmodellen kann die Kenntnis darüber hinaus durch die Bescheinigung nach Einweisung durch einen Luftsportverein erbracht werden. Hier gilt ein Mindestalter von 14 Jahren. Die Bescheinigungen gelten für 5 Jahre. Für den Betrieb auf Modellflugplätzen ist kein Kenntnisnachweis erforderlich.

Für den Kenntnisnachweis den gemäß neuer Drohnenverordnung Betreiber von mehr als zwei Kilogramm schweren Drohnen führen müssen, gilt eine Schonfrist bis zum 01.Oktober 2017. Diese Schonfrist gilt auch für die Kennzeichnungspflicht der Geräte ab einem Gewicht von 250 Gramm.

1.10 Wo erhalte ich den Kenntnisnachweis für Drohnen?
Zum Betrieb von Drohnen mit mehr als zwei Kilogramm Startmasse ist ein sogenannter Kenntnisnachweis erforderlich. Seit dem 01.10.2017 ist dieser verpflichtend und durch den Piloten stets mit sich zu führen. Der Kenntnisnachweis für Drohnen kann grundsätzlich nur an anerkannten Stellen erbracht werden. Eine Ausnahme gilt für Steuerer von Flugmodellen; diese können den Nachweis zusätzlich beim Deutschen Modellfliegerverband (DMFV) und dem Deutschen Aeroclub (DAeC) erlangen. Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) bestimmt über die Anerkennung einer Stelle zum Nachweis der Kenntnis eines Drohnen-Piloten und veröffentlicht die anerkannten Stellen auf dieser Seite.

1.11 Sind Lehrgänge zum Kenntnisnachweis Pflicht?
Aktuell besteht keine Pflicht, einen Lehrgang zum Kenntnisnachweis zu besuchen; allerdings empfehlen wir solch einen Besuch jedem Drohnen-Neuling. In solchen Kursen (ihr findet diese Kurse über mydays auf unserer Seite zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis) wird von Wetterkunde, Flugbetrieb über Luftrecht bis hin zu Schwierigkeiten beim Aufstieg sehr viel Drohnen-Wissen vermittelt. Für Betreiber von Geräten mit einem Gewicht über zwei Kilogramm gilt solch ein Lehrgang vor einer vom Luftfahrtbundesamt anerkannten Stelle ab 1. Oktober 2017 als verpflichtend.

1.12 Darf ich mit meiner Drohne über das Nachbargrundstück fliegen?
Für Drohnen mit einem Gewicht über 250 Gramm oder sobald dein Multicopter Töne und Bilder aufnehmen kann benötigst du grundsätzlich die Genehmigung (am besten schriftlich) deiner Nachbarn – dabei ist es unerheblich, ob du mit oder ohne Kamera unterwegs bist. Gemäß Bundesdatenschutzgesetz gilt hier allein das Verdachtsmoment zu Gunsten des Nachbarn in diesem Fall.

1.13 Darf mein Nachbar mir die Drohne aus der Luft fischen?
Für Drohnen mit einem Gewicht über 250 Gramm oder sobald dein Multicopter Töne und Bilder aufnehmen kann benötigst du grundsätzlich die Genehmigung (am besten schriftlich) deiner Nachbarn – dabei ist es unerheblich, ob du mit oder ohne Kamera unterwegs bist. Gemäß Bundesdatenschutzgesetz gilt hier allein das Verdachtsmoment zu Gunsten des Nachbarn in diesem Fall.

1.14 Welche Regeln gelten für Gebäude?
Das reine Vorbeifliegen an einem privaten oder öffentlichen Gebäude ist grundsätzlich erlaubt. Wenn es sich um ein öffentliches Gebäude handelt, könnt ihr die von der Straße aus sichtbare Fassade des Gebäudes filmen und diese Aufnahmen veröffentlichen; bei einem privaten Gebäude müsstest ihr vor einer Veröffentlichung den Eigentümer um Erlaubnis fragen. Anders sieht dies aus, wenn auf den Aufnahmen Personen in dem Gebäude zu erkennen sind oder sehr deutlich Einzelheiten der Wohnungseinrichtung auf den Aufnahmen des Multikopters zu erkennen sind. In diesem Fall müsst ihr vor einer Veröffentlichung jeweils die Personen bzw. Besitzer der Wohnung um Erlaubnis fragen.

1.15 Wen darf ich mit meiner Drohne fotografieren und filmen?
Beherzigt bei euren Aufnahmen stets, dass die Persönlichkeitsrechte von Personen gewahrt bleiben. Grundsätzlich ist es verboten, Aufnahmen von Personen zu veröffentlichen, ohne diese vorher um Erlaubnis gefragt zu haben.

1.16 Welche Drohnenfotos dürfen veröffentlicht werden?
Vorab: bei Veröffentlichung von Bild- und Tonmaterial welches ihr mit Hilfe eures Kopters aufgezeichnet habt, wird ein gewerblicher Zweck unterstellt. Nun zu der Frage: Fotos von Natur oder Sachen (hierzu zählen auch Tiere) könnt ihr grundsätzlich unproblematisch veröffentlichen. Alles, was ihr aus eurer Perspektive sehen könnt, darf vom Grundsatz her ebenfalls veröffentlicht werden. Beachtet jedoch, dass ihr ohne vorherige Erlaubnis keine Personen oder diesen zugeordnete Sachen (z.B. Auto mit Nummernschild) aufzeichnen und veröffentlichen dürft.

1.17 Darf ich meine Drohne alkoholisiert fliegen?
Bereits ab einer Blutalkoholkonzentration in Höhe von 0,5 %o wird absolute Fluguntauglichkeit angenommen und ihr macht euch strafbar.

1.18 Darf ich mit meiner Drohne Personen aufnehmen?
Grundsätzlich gilt hier, dass du die abgelichtete Person gemäß § 22 Kunsturheberrechtsgesetz vor der Veröffentlichung deiner Aufnahmen um Erlaubnis fragen musst. Eine Ausnahme hierzu stellen regelmäßig folgende Sachverhalte dar:

  • Aufnahme aus großer Höhe mit schlechter Erkennbarkeit einer einzelnen Person
  • Aufnahmen von Teilnehmern einer öffentlichen Veranstaltung
  • Die Person spielt auf der Aufnahme eine untergeordnete Rolle (z.B. Landschaftsfotografie)
  • Bei der Person handelt es sich um eine Person des öffentlichen Interesses (z.B. Politiker)

1.19 Benötige ich einen Drohnen-Führerschein?
Nur wenn dein Kopter das Gewicht von 2 Kilogramm überschreitet, benötigst du ab dem 1. Oktober 2017 den Nachweis über einen Führerschein; zur Erlangung dieses Drohnen-Führerscheins muss der Nachweis über die Kenntnisse in der Navigation, der örtlichen Luftraumordnung und darüber hinaus einschlägigen luftrechtlichen Grundlagen erbracht werden. Der Nachweis über die Kenntnis wird alle fünf Jahre erneut auf den Prüfstand gestellt. Zusätzlich gilt für private Drohnennutzer ein Mindestalter von 14 Jahren und gewerbliche Nutzer ein Mindestalter von 16 Jahren.
Es gibt zwei Ausnahmen: auf Modellflugplätzen entfällt der Kenntnisnachweis und bei Inhabern einer aktuellen Pilotenlizenz tritt diese an die Stelle des Kenntnisnachweises.

1.20 Wie viel Kilogramm darf meine Drohne transportieren?
Zum einen begrenzen die technischen Spezifikationen deiner Drohne das maximale Aufstiegsgewicht und zum anderen darf deine Drohne insgesamt nicht mehr als 25 Kilogramm inklusive Zubehör auf die Waage bringen; ab diesem Gewicht ist ein Aufstieg ausschließlich mit einer Luftverkehrszulassung zulässig.

1.21 Darf ich meine Drohne nachts fliegen?
Nach einer Durchführungsverordnung der EU (SERA 923/2012 Punkt 3215) benötigen alle Luftfahrzeuge (und damit auch Kopter) nachts spezielle Zusammenstoß-Warnlichter und Positionslichter. Es dürfen keine anderen Lichter geführt werden, die mit den zuvor genannten Lichtern verwechselt werden können. Farbe, Position und Mindestleuchtstärke der erforderlichen Beleuchtung regelt Anlage 1 zu den § 17 und 19 Abs. 7 LuftVO. Zudem erfordert eine Kopter-Nutzung nach Sonnenuntergang (wenn sie über den Freizeitzweck hinaus geht) eine Einzelaufstiegserlaubnis der zuständigen Landesluftfahrtbehörde.

1.22 Was tun, wenn es zum Unfall kommt?
Nach neusten Statistiken befinden sich Mitte 2017 über 500.000 Multikopter im Umlauf. Die Mehrzahl dieser Kopter wird sicher und verantwortungsvoll durch die Lüfte bewegt. Jedoch, sei es aus Nachlässigkeit, Unachtsamkeit, höherer Gewalt oder technischer Probleme gibt es und es wird es immer wieder Zwischenfälle geben. Die Wahrscheinlichkeit nimmt bei der stakt wachsenden Drohnen-Piloten-Anzahl zu. Grund genug für uns, euch einen kleinen Sicherheits-Leitfaden an die Hand zu geben
Hier kommt unser Richtig-Verhalten-bei-Drohnenunfall:

  • Sicherheit herstellen – sollte dein Kopter außer Kontrolle geraten oder verunfallt sein, mache die Mitmenschen in der direkten Umgebung durch direkt Ansprache darauf aufmerksam und fordere sie auf, sich in Sicherheit zu bringen. Bringe dich selbst ebenfalls in Sicherheit.
  • Schlimmeres vermeiden – um größeren Schaden vorzubeugen, ist im Zweifel jedes Mittel recht, welches weder andere noch dich selbst in Gefahr bringt.
  • Hilfe holen – sofern du mit deiner Drohne einen Unfall hast, bei dem Personen oder Sachen zu Schaden gekommen sind, solltest du als Erstes Hilfe anfordern – sprich direkt Mitmenschen in der direkten Umgebung an und verteile Aufgaben – die Feuerwehr muss verständigt werden (wähle die 112) und die Landesluftfahrtbehörden (die Kontaktdaten findest du in unserem Service-Bereich) müssen verständigt werden. Im bundesweiten Schnitt dauert es zehn bis zwölf Minuten, bis Hilfe vor Ort ist.
  • Hilfe leisten – als Kopter-Pilot ist es ausgesprochen hilfreich, Erste-Hilfe-Wissen parat zu haben – bevor der Notarzt an der Unfallstelle eintrifft, vergehen oft entscheidende Minuten.
  • Nachbereitung – erst wenn die Gefahr gebannt ist, allen Unfallbeteiligten geholfen wurde und sich die Situation unter Kontrolle befindet, solltest du sicherstellen, dass der Unfallhergang, die Schäden/Folgen und alle Beteiligten unverzüglich polizeilich festgehalten werden. Prüfe das Protokoll hierzu gründlich. Deine Drohnen-Versicherung (Luftfahrt-Haftpflichtversicherung, Privathaftpflichtversicherung, Luftfahrt-Kaskoversicherung oder Elektronikversicherung) muss unverzüglich in Kenntnis gesetzt werden und mit allen notwendigen Unterlagen versorgt werden.

1.23 Was versteht man unter BOS-Flügen?
Unter BOS-Flügen begreift man Drohnen-Flüge von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (sogenannte BOS); hierzu zählen in Deutschland alle Organisationen, welche Aufgaben zur inneren Gefahrenabwehr nachkommen. Neben der Polizei und den Zoll zählen hierzu auch das Technische Hilfswerk (THW), die Feuerwehr sowie Rettungsdienste (z.B. der DLRG). Übrigens zählen Sicherheitsdienste per Definition nicht zu den BOS.

1.24 Benötige ich für BOS-Flüge eine spezielle Versicherung?
Der Umgang mit BOS-Flügen wird von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich gehandhabt; von deutlichen Prämienzuschlägen (z.B. DELVAG Drohnen-Versicherung) oder Leistungsausschlüssen bis hin zu vollem Versicherungsschutz ohne Ausschluss oder Prämienzuschlag (z.B. Zurich Drohnen-Versicherung) gibt es hier viele Varianten – sprechen Sie uns gerne an.

2. Die Drohnen Versicherung - Wissenswertes

2.1 Welche Arten der Drohnen Versicherung gibt es?
Versicherer bieten zwei Arten von Versicherungen an, die ausschließlich Sach-, und Personenschäden decken und zwei weitere, die gegen Schäden an der Drohne selbst schützen, zum Beispiel Schäden durch Absturz, Abprall oder Diebstahl.

Die zwei ersten sind:

  • Die Luftfahrt-Haftpflichtversicherung
  • Die Privathaftpflichtversicherung (mit Drohnenschutz)

Die zwei weiteren sind:

  • Die Drohnen-Kaskoversicherung
  • Die Elektronik-Versicherung

Die Luftfahrt-Haftpflichtversicherung und die Drohnen-Kaskoversicherung wurden speziell für Drohnen und unbemannten Luftfahrtsysteme konzipiert und sind deswegen vom Umfang der Leistungen und von der Schadensregulierung zu bevorzugen.

Die Privathaftpflichtversicherung bietet auch den Versicherungsschutz für Drohnen vorausgesetzt die Versicherungspolice beinhaltet eine Drohnenklausel, jedoch nur für die private Nutzung der Drohne und nur mit eingeschränkten Leistungen. Hier ist zu beachten, dass die Privathaftpflichtversicherung Schäden ausschließt, die nicht vom Drohnen-Steuerer verursacht wurden, zum Beispiel Schäden durch Windböen, Unwetter, etc...

Solltest du bereits eine Privathaftpflicht abgeschlossen haben, ist hier zu beachten, dass ein großer Anteil der Versicherungsgesellschaften Drohnen-Schäden komplett ausschließen, im Einzelnen muss man die Versicherungsleistungen prüfen ggf. die Erweiterung um den Drohnenschutz (Drohnenklausel) bei dem Versicherer abfragen.

Für die gewerbliche Nutzung der Drohne haftet die Privathaftpflichtversicherung nicht! Der Abschluss einer Luftfahrzeug-Haftpflichtversicherung im gewerblichen Tarif ist in diesem Fall unvermeidlich. Eine Aufstiegsgenehmigung für gewerbliche Drohnennutzer wird erst erteilt, wenn der Versicherungsschutz nachweisbar ist.

Das gleiche Prinzip gilt für die Drohnen-Kaskoversicherung und die Elektronik-Versicherung. Eine Elektronik-Versicherung ist leistungsschwächer, deckt dafür nicht nur die Schäden an der Drohne sondern auch am Smartphone, Laptop und sonstige im Tarif versicherten Elektrogeräte.

Für Drohnen mit einem Kaufpreis unter 300,- EUR empfehlen wir den Abschluss einer Drohnen-Kaskoversicherung nicht. Bei hochpreisigen Drohnen ist es sogar ratsam sich solch eine Versicherung zuzulegen.

2.2 Welcher Tarif macht für mich am meisten Sinn? Wie finde ich das heraus?

Um genau diese Frage zu beantworten haben wir für Dich eine Entscheidungscheckliste erstellt; diese soll dir die Tarifauswahl erleichtern. Es gibt sieben Fragen die du für dich beantworten solltest. Orientiere dich an der folgenden Checkliste.​

Verwendungszweck

Werde ich die Drohne ausschließlich privat oder auch gewerblich nutzen? Übrigens ist die private Nutzung in den Gewerbetarifen mitversichert.​

Geltungsbereich

Möchte ich die Drohne ausschließlich in Europa fliegen oder werde ich Sie auch auf Reisen in die übrige Welt mitnehmen? Die Versicherer unterscheiden hier in die Geltungsbereiche Europa und Welt; stets sind die Territorien USA und Kanada auf Grund der dort horrenden Schadenersatzurteile ausgeschlossen.

Anzahl der Drohnen

Möchte ich nur einen Kopter versichern? Habe ich aktuell einen Kopter, werde mir jedoch über kurz oder lang weitere Kopter anschaffen? Sollen mehrere Kopter versichert werden? Ist davon jeweils lediglich einer in der Luft (unechte Mehrgerätedeckung) oder sind auch mehrere Kopter gleichzeitig im Betrieb (echte Mehrgerätedeckung)?​

Versicherter Fahrerkreis

In Form einer offenen Führerklausel versichern alle unsere Tarife zur Luftfahrt-Haftpflicht weitere Steuerer, wenn der Eigentümer der Drohne dies ausdrücklich erlaubt.

Spezialbedingungen

Möchte ich mit meiner Drohne an Wettbewerben teilnehmen (Drohnen-Rennen, FPV-Rader)? Sind Indoor-Flüge erlaubt? Sind Fremdschäden im autonomen Flugbetrieb (follow-me, come-home, etc.) meiner Drohne versichert?
Wir haben euch hier Arbeit abgenommen und die Tarife auf diese Klauseln akribisch geprüft – die Bedingungen in unserer großen Test-Tabelle haben wir der Sicherheit halber von den Versicherern prüfen und absegnen lassen.

Deckungssumme

Der Gesetzgeber hat hier genaue Vorstellungen – alle unsere Tarife entsprechen in der kleinsten Ausprägung der Deckungssumme zwar den entsprechenden Vorgaben. Die Versicherer und wir empfehlen jedoch eine Deckungssumme von 3 Millionen Euro. Die HDI versichert auf Anfrage gar 10 Millionen Euro. Beachtet hier bei gleichzeitigem Betrieb mehrerer Kopter, dass ihr hier die Deckungssumme erhöhen müsst.​

Benötige ich eine Kaskoversicherung?

Was ist, wenn durch Bedienfehler oder Absturz Schäden an meinem Kopter bis hin zu einem Totalschaden passieren? Für Drohnen-Neulinge und Piloten von hochwertigen Drohnen empfehlen wir grundsätzlich eine Kasko-Versicherung. Gerade anfangs bzw. für hochpreisige Drohnen lohnt sich dieser Schutz. Im privaten Bereich bieten die Tarife der Degenia ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis mit Preisen ab 119 Euro bei einer Versicherungssumme von 2.000 Euro. Ihr seid hier bei Schäden durch Bedienungsfehler, Absturz und Anprall versichert. Fliegt ihr gewerblich, solltet ihr euch den Tarif der Zurich in Kombination mit der Luftfahrt-Haftpflichtversicherung der Zurich einmal genauer ansehen.​

Last but not least - der Preis

Der Preis spielt ohne Frage eine wichtige Rolle – jeder Pilot bringt unterschiedliche Anforderungen und Fluggewohnheiten mit sich – natürlich haben wir best-seller, jedoch bietet sich je nach Beantwortung der obigen Fragen mal der eine und mal der andere Tarif eher an.

2.3 Was sind die Unterschiede zwischen einer Privat- und einer Luftfahrt-Haftpflicht?
Mit dem Abschluss einer handelsüblichen Privathaftpflichtversicherung inkl. der Absicherung von Flugmodellen kommt ihr zwar der gesetzlichen Pflicht als Führer eines Flugmodells nach, jedoch gilt es hier eine rechtliche Besonderheit zu beachten. Die Privathaftpflichtversicherung schützt euch in Form von Abwehr bzw. Begleichen der Forderung durch einen Dritten; im Privatrecht seid ihr nur dann haftbar zu machen, wenn ihr schuldhaft einen Schaden – ganz gleich oder Sach-, Vermögens- oder Personenschaden angerichtet habt (sogenannte Verschuldenshaftung). Mit dem Halten einer Drohne tritt eine neue Gesetzesgrundlage in Kraft – im Falle eines Schadens seid ihr stets in voller Höhe für diesen und dessen Folgen haftbar zu machen – es handelt sich hier um die sogenannte Gefährdungshaftung. In Privathaftpflichtversicherungen ist dieser Passus nicht enthalten. Aus diesem Grund empfehlen wir euch als Halter einer Drohne bzw. eines Kopters risikoentsprechend den Abschluss einer echten Luftfahrt-Haftpflichtversicherung.

2.4 Wie erkenne ich, ob es sich bei einem Tarif um eine echte Luftfahrt-Haftpflicht?
Häufig fragen uns Kunden, ob sie bereits über eine echte Luftfahrt-Haftpflichtversicherung mit dem essentiellen Schutz im Rahmen der Gefährdungshaftung verfügen – mit diesen drei einfachen Kriterien könnt ihr euren Versicherungsschutz selbst einer Prüfung unterziehen:

  • Der Preis: zahlt ihr für eure Versicherung um die 100 Euro bei einer Versicherungssumme von 5 Millionen oder mehr Euro, so habt ihr nur eine Privathaftpflicht-Versicherung
  • Ist in eurem Tarif eine Familienhaftpflichtversicherung enthalten, so handelt es sich um eine Privathaftpflicht-Versicherung – dieser Weg ist zwar verlockend, jedoch gibt es aktuell keine Versicherung im Rahmen der Gefährdungshaftung in Kombination mit einer Familienhaftpflichtversicherung.
  • Wenn auf den Forderungsausfall hingewiesen wird, so handelt es sich um eine klassische Leistung der Privathaftpflicht-Versicherung – lasst euch auch in diese Fall nicht täuschen. Als elementar ist der Versicherungsschutz für die selbst verursachten Schäden zu bezeichnen.

2.5 Was leistet eine Drohnen Versicherung und was leistet sie nicht?
Was ist versichert? Es kommt immer drauf an ob der gewählte Tarif privat oder gewerblich ist, im Allgemeinen beinhaltet eine leistungsstarke Drohnen Haftpflichtversicherung folgende Punkte:

  • Die gesetzliche Haftpflicht aus der Haltung und dem gewerbsmäßigen Betrieb des versicherten UAVs bis 25 kg MTOM für Forschungs-, Film- und Fotoflüge
  • Mitversichert ist auch die private Nutzung durch den Versicherungsnehmer
  • Mitversichert ist die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen
  • Mitversichert ist die Teilnahme an Wettbewerben
  • Versicherungsschutz besteht auch für berechtigte Steuerer, welche das versicherte UAV bedienen (offene Steuererklausel)
  • Flüge außerhalb von Modellflugplätzen
  • Mitversichert ist auch der autonome Einsatz, solange sich das versicherte UAV im Sichtbereich des Steuerers befindet. Der Steuerer muss jederzeit mit Hilfe der Funkfernsteuerung und in Echtzeit in das Fluggeschehen eingreifen können
  • Steuern des UAVs mit Smartphone und Tablet
  • Indoorflüge

Was ist nicht versichert?

  • Militärische und polizeiliche Einsätze sowie Einsätze mit Waffen
  • Ansprüche wegen der Verletzung von Persönlichkeits-, Namens- oder Urheberrechten, gewerblichen Schutzrechten, Datenschutzrechten sowie
  • Eigentumsrechtsverletzungen ohne Sachbeschädigung
  • Nicht versichert sind Schäden an der Drohne selbst, dafür ist eine Kasko bzw. Elektronik Versicherung notwendig

2.6 Welche Möglichkeiten gibt es die Drohne zu versichern - Vorteile/Nachteile?
Du hast im Grunde drei mögliche Wege eine Drohnen Versicherung abzuschließen. Die erste Möglichkeit ist, bei deiner Privathaftpflichtversicherung nachzufragen, was eine Erweiterung des Versicherungsumfangs um den Drohnen-Schutz (Drohnenklausel) kosten wird. Den Check bei deinem Versicherer bekommst Du von uns als kostenloser Service. Das ist allerdings in der Regel die schlechteste Variante der Drei, da die Versicherer relativ hohe Gebühren für solche Zusatzleistungen nehmen.

Tipp:
Allein auf die Privathaftpflichtversicherung darfst Du nicht bauen, denn diese schließen in der Regel den Modellflug-Bereich komplett aus!

Die zweite Möglichkeit ist, einem so genanten Modellflugverein beizutreten, diese bieten ihren Mitgliedern auch eine Drohnen Versicherung an, die preislich deutlich interessanter ist, vom Leistungsumfang allerdings unter Umständen sehr eng gefasst ist. So sind meistens die Deckungssummen sehr gering gehalten und die Flüge nur auf ausgewiesenen Modellflugplätzen erlaubt. Der Versicherungsschutz ist durch diese Bindung sehr eingeschränkt. Darüberhinaus sind Gewichtsgrenzen vorgesehen, meist darf die Drohne ein maximalen Fluggewicht von 1 Kg oder 2 Kg nicht überschreiten.

Die dritte Möglichkeit einer Drohnen Versicherung ist, die so genannte Luftfahrt-Haftpflichtversicherung. Diese Versicherung ist speziell für Luftfahrtzeuge (Drohnen, Quadrocopter, Multicopter...) bis 25 Kg Abfluggewicht konzipiert und bietet den besten Versicherungsschutz für private wie gewerbliche Nutzung. Die Luftfahrt-Haftpflichtversicherung ist DAS Produkt, was wir in der Tabelle ausführlich vergleichen und Dir bedingungslos empfehlen können.

Achtung!
Die Privathaftpflichtversicherung und die Luftfahrt-Haftpflichtversicherung unterliegen zwei unterschiedlichen Gesetzesbestimmung. Die Rechtssprechung und die Regeln sind im Schadensfall unterschiedlich. So leistet zum Beispiel eine Privathaftpflichtversicherung nicht im Falle eines nicht Verschulden des Drohnen-Steuerers (z. Bs. bei Schäden durch Windböen). Hier können wir Dir versichern, dass Du mit der "Luftfahrt-Haftpflichtversicherung" besser aufgehoben bist!

2.7 Wann ist die Nutzung der Drohne privater Art und wann gewerblicher?
Der Einsatzzweck einer Drohne ist der entscheidende Faktor bei der Wahl der Drohnen Versicherung. Wann gilt der Einsatz der Drohne als private Nutzung und wann als gewerbliche? Das möchten wir Dir hier erläutern.

Man spricht von der privaten Nutzung, wenn Drohnen ausschließlich zur Sport- oder Freizeitgestaltung genutzt werden. Die gewerbliche Nutzung ist klar definiert und liegt vor, wenn es mit dem Einsatz der Drohne gewerbliche Zwecke nachgegangen werden (zum Beispiel bei Filmaufnahmen, Transport, Landwirtschaft, Rettung...) Hier steht eindeutig das Generieren eines gewerblichen Umsatzes mit dem Drohneneinsatz im Fokus.

Es gibt jedoch Fälle, wo es nicht einfach ist zu unterscheiden, ob die Drohne privat oder gewerblich genutzt wird, hier möchten wir Dich gerne aufklären! Dazu nennen wir als Beispiel den Klassiker: Drohnenaufnahmen, die auf einem YouTube Kanal veröffentlicht werden.

Ab dem Zeitpunkt, wo durch den Einsatz der Drohne -auch indirekt- Einnahmen erzielt werden, entfernt man sich von der Sport- und/oder Freizeitgestaltung. Mit der Veröffentlichung von Drohnenaufnahmen (Fotos/Videos) auf einem durch Werbung monetarisierten Kanal ist man bereits einem gewerblichen Zweck nachgegangen.

Tipp:
Wenn Du noch nicht entschlossen bist, ob die Drohne privat oder gewerblich eingesetzt wird, empfehlen wir Dir einen Tarif zu wählen, der zugleich den privaten und den gewerblichen Bereich deckt. Bei Unschlüssigkeit beraten wir Dich gerne! Hier kannst Du ein persönliches Angebot anfragen.

2.8 Welche Versicherungssumme ist sinnvoll?
Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestversicherungssumme liegt bei 1.000.000,- EUR. Entscheide Dich lieber für eine höhere Deckungssumme - wir empfehlen Dir 3.000.000,- EUR. Im Versicherungsfall kannst Du relativ sicher sein, dass die Police die ausstehenden Zahlungen alle abdeckt.

2.9 Welche Faktoren beeinflussen den Beitrag der Drohnen Versicherung?
Die Beitragshöhe bei Drohnen Versicherung hängt vom Umfang der Versicherungsleistungen ab. Je mehr Zusatzleistungen mitversichert sind, desto mehr Risiken geht der Versicherer ein – das wirkt sich natürlich auf den Beitrag aus. Generell kann man sagen, dass die Nutzungsart (privat/gewerblich), die Deckungssumme, der Geltungsbereich und letzten Endes die Anzahl und das Gewicht der zu versichernden Drohnen die wichtigsten Einflussfaktoren sind. Eine durchdachte Auswahl der Versicherungsleistungen, garantiert Schutz und spart Geld.

Tipp:
Eine Selbstbeteiligung kann den Satz weiter nach unten korrigieren. In jedem Schadensfall zahlen Sie aber den festgesetzten Betrag aus eigener Tasche.

2.10 Ist in den Tarifen der Drohnenhaftpflicht die Rechtsschutz enthalten?
Alle Versicherungen nach Art der Haftpflichtversicherung beinhalten von Natur aus zwei grundlegende Nutzen für den Versicherungsnehmer.

  • Im Schadenfall wird der berechtigte Anspruch eines Geschädigten abzüglich einer ggf. gewählten Selbstbeteiligung durch den Versicherer befriedigt.
  • Der Baustein Rechtsschutzversicherung sorgt dafür, dass ggf. zu Unrecht gegen euch gerichtete Forderungen vom Versicherer abgewehrt werden – dieser Baustein nennt sich passiver Rechtsschutz und ist in allen Tarifen der Luftfahrt-Haftpflichtversicherung automatisch enthalten

2.11 Was sind Vermögensschäden? Was musst Du als Drohnen Pilot darüber wissen?
In der Haftpflichtversicherung spricht man von einem Vermögensschaden, wenn ein Dritter auf Grund eines Drohnen-Unfalls einen finanziellen Verlust bzw. geldwerten Nachteil erleidet. Unterschieden wird in echte und unechte Vermögensschäden. Ein unechter Vermögensschaden ist ein Folgeschaden eines Personen- oder Sachschadens; z. B. wird durch den Drohnenunfall ein Dritter derart schwer geschädigt, dass er seinem ursprünglichen Lohnerwerb nicht mehr nachgehen kann und daher Einkommenseinbußen hinnehmen muss. Bei dem echten Vermögensschaden erleidet weder eine Person noch eine Sache einen Schaden, jedoch entsteht durch schuldhaftes Verhalten einem Dritten ein geldwerter Nachteil – als Beispiel dient hier eine Namensrechtsverletzung durch Foto- oder Filmaufnahmen. Aktuell bietet nur die Degenia die Option auf echte Vermögensschadenhaftpflichtversicherung in ihren gewerblichen Tarifen an.

2.12 Besteht noch Versicherungsschutz wenn weitere Personen die Drohne steuern?
Man spricht bei der Drohnen Versicherung von den versicherten Steuererkreis. Alle von uns dargestellten Luftfahrt-Haftpflichtversicherungen verfügen über eine offene Führerklausel. Das bedeutet, dass andere Drohnennutzer im Schadensfall automatisch mitversichert sind. Voraussetzung hierfür ist dass die Nutzung der Drohne erlaubt wurde.

2.13 Ab welchem Zeitpunkt ist meine Drohnen-Versicherung gültig?
Wenn du über unsere Plattform einen Antrag auf Drohnen Versicherung (Luftfahrt-Haftpflichtversicherung oder Luftfahrt-Kaskoversicherung) gestellt hast, so ist diese mit deinem gewählten Beginn (per sofort bzw. am nächsten Tag) voll umfänglich gültig. Auch wenn der Versand der Policen je nach Gesellschaft variiert, ändert das Nichts an der Gültigkeit des Versicherungsschutzes. Es gibt wenige Ausnahmen; sollte es innerhalb des Lastschriftverfahrens zu Problemen bei der Abbuchung durch die Gesellschaft kommen und die Zahlung trotz Mahnung und Fristsetzung nicht nachgeholt werden, so gefährdest du rückwirkend den Versicherungsschutz.

2.14 Ich habe zwei Kopter, wie versichere ich diese am besten?
Wenn du gleich mehrere Kopter besitzt und diese in einem Vertrag bündeln möchtest, musst du in unserem Tariftest auf die Zeile Mehrgerätedeckung achten; im privaten Bereich bieten aktuell die Zurich, die Nürnberger, die HDI und die Allianz eine Mehrgerätedeckung an. Wenn du deine Kopter auch zeitgleich in der Luft bewegst, so musst du auf eine ausreichend hohe Deckungssumme achten. Je Kopter sollte eine Deckungssumme in Höhe von mindestens 1 Millionen Euro gewährleistet sein. Z.B. würde die Nürnberger bei 2 Millionen Euro Deckungssumme 130,90 Euro kosten. Bei der HDI gilt im Tarif PRIVAT die Besonderheit, dass bei Bündelung in einem Vertrag die gewählte Versicherungssumme je Kopter gilt. Diese Empfehlung gilt grundsätzlich auch für die gewerbliche Nutzung. Aktuell bietet ausschließlich die Allianz eine echte Mehrgerätedeckung für bis zu 4 Kopter gleichzeitig in der Luft – wählt unbedingt eine ausreichend hohe Versicherungssumme.

2.15 Was passiert mit meiner Drohnen-Versicherung wenn ich meine Drohne verkaufe bzw. diese „untergeht“?
Du bist nicht mehr zufrieden mit deiner Drohne, möchtest ein anderes Modell oder willst dem Hobby den Rücken kehren, so kannst du uns problemlos den Auftrag geben, das Drohnenmodell innerhalb deiner Drohnen-Versicherung zu ändern (in Privatverträgen der Zurich und Nürnberger sind automatisch alle Drohnen versichert – hier ist keine Angabe zu deinem Kopter notwendig) bzw. deine Drohnen-Versicherung aufzuheben.

Beachte:
Eine Ausnahme zu diesem Vorgehen gilt für Verträge der Kaskoversicherung – hier musst du uns in jedem Fall die Daten zu der neuen Drohne (Hersteller, Modell, Baujahr, Anschaffungswert) mitteilen. Eine Aufhebung des Vertrags ist nicht möglich.

2.16 Vermietung von Drohnen - Ich bin auf der Suche nach einer Drohnen Versicherung, die mir eine Weitervermietung meiner Drohnen (Flugpark) erlaubt und versichert!
Das ist eine gute „Frage“ und wir beraten dich hierzu sehr gerne – grundsätzlich bietet die Zurich diese Option in ihren gewerblichen Tarifen ohne einen Mehrpreis an. Sehr gerne unterstützen wir dich jedoch in Form einer Versicherer-Abfrage, um den für dich besten Preis heraus zu kitzeln. Es gilt das Motto: je mehr wir über den Drohnen-Park und die konkreten Pläne wissen, desto besser wird dir der Versicherungsmantel passen. Anfrage jetzt starten.

2.17 Kann ich Sprühflüge versichern?
Unter Sprühflügen versteht man den Drohnen-Einsatz in der Landwirtschaft; hierbei wird ein Multicopter mit Tank und Sprühdüsen über eine landwirtschaftlich genutzte Fläche (z.B. Felder oder Weinberge) gesteuert. Die Vorteile gegenüber den üblichen Methoden sind die deutlich höhere Geschwindigkeit und höhere Präzision (Stichwort Precision Farming). Sprühflüge sind analog der BOS-Flüge individuell nach Versicherer versichert; wir freuen uns auf Ihre Kontaktanfrage.

3. Technik

3.1 Wo finde ich die Seriennummer meiner Drohne?
Wenn ihr einen Tarif abschließen möchtet, werdet ihr nach der Seriennummer eures Kopters gefragt; diese Seriennummer findet ihr je nach Hersteller der Drohne an unterschiedlichen Stellen.

  • Bei DJI findet ihr die Seriennummer auf der Verpackung (Craft S/N) oder am Gehäuse. Bitte gebt nicht die Seriennummer des Gimbals an.
  • Bei Yuneec befindet sich die Seriennummer des Multicopters beginnend mit YU... auf einem Aufkleber unter dem Kopter.
  • Bei Drohnen-Modellen von Blade / Horizon könnt ihr die Seriennummer per USB-Kabel aus der GUI-Software unter Device-Information auslesen.
  • Parrot versteckt die Seriennummern seiner Kopter auf einem Aufkleber im Akku-Fach.

Wenn euch noch weitere Verstecke von Seriennummern auffallen, so freuen wir uns über jeden Tipp.

3.2 Was ist eigentlich ein Gimbal?
Immer wieder werden wir gefragt, was das ist und wozu es dient – das Gimbal dient als kardanische Aufhängung (Lagerung in zwei Ebenen mit rechtwinklig zueinander angeordneten Lagern) bzw. Lagerung deiner Kamera und befindet sich zwischen deinem Kopter und deiner Kamera. Schon zu Zeiten von Columbus gab es diese Art der Lagerung – der Kompass auf Schiffen sollte trotz Wellenbewegung immer in der Waage bleiben. ​

3.3 Was hat es mit dem Wert 750.000 XDR auf sich?
Der Halter eines Multicopters bzw. Luftfahrzeugs ist nach § 43, Absatz 2 Luftverkehrsgesetz (LuftVG) seit August 2005 zur Deckung seiner Haftung zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung verpflichtet. Die Höhe der Deckungssumme wird hier in Form einer Sonderwährung des IWF (Special Drawing Right), der Währung XDR oder auch SDR bemessen. In diesem Zusammenhang ist es für dich wichtig zu wissen, dass alle hier angebotenen Tarife dieser Mindest-Versicherungssumme gewährleisten. Beachtet: wir empfehlen grundsätzlich eine höhere Deckungssumme

3.4 Was bewirkt der Notausschalter meiner Drohne?
In aller Regel verfügt deine Drohne über einen Not-Ausschalter – dieser bewirkt, dass das System deiner Drohne abrupt runtergefahren wird und sie wie ein Stein zu Boden fällt. Im Zweifel nimmt deine Drohne hier Schaden, jedoch soll so einem größeren Schaden für Menschen oder Sachen vorgebeugt werden.

3.5 was ist eine First Person View (FPV)? Ist diese Option in der Drohnen Versicherung versichert?
Die Abkürzung FPV steht für First Person View und ist den Computerspielern unter euch sicherlich ein Begriff. In der Drohnen-Szene erfreut sich das FPV immer größerer Beliebtheit. Die Kamera an Bord der Drohne ermöglicht Aufnahmen aus der Vogelperspektive und ein FPV auf zweierlei Weisen.

Die Abkürzung FPV steht für First Person View und ist den Computerspielern unter euch sicherlich ein Begriff. In der Drohnen-Szene erfreut sich das FPV immer größerer Beliebtheit. Die Kamera an Bord der Drohne ermöglicht Aufnahmen aus der Vogelperspektive und ein FPV auf zweierlei Weisen.

Bei dem aktiven FPV tragt ihr während des Flugs eurer Drohne eine Videobrille und versetzt euch unmittelbar in die Perspektive eurer Drohne – gemäß Drohnen-Verordnung gelten bei diesem Szenario besondere Regeln; so muss neben dem Steuerer der Drohne eine weitere Person anwesend sein, welche das Fluggerät ständig in Sichtweite hat und den Luftraum beobachtet. Sollten Gefahren auftreten, so kann diese zweite Person den Steuerer unmittelbar darauf hinweisen.

Haltet ihr euch an diese genannten Vorschriften, so besteht über die Luftfahrt-Haftpflichtversicherungen selbstverständlich Versicherungsschutz.

3.6 Wie verhalte ich mich, wenn mein Multicopter nicht mehr auf Befehle reagiert /FlyAway)?
Sollte dein Multicopter außer Kontrolle geraten und dabei nicht in den Failsafe-Modus (automatische Rückkehr zur Basis) schalten, so ist umgehend die nächstgelegene Flugkontrolle bzw. die Deutsche Flugsicherung (www.dfs.de – auf unserer Seite Landesluftfahrtbehörden) und die nächste Polizeidienststelle zu informieren.

4. Mit der Drohne ins Ausland

4.1 Was gilt es zu beachten, wenn ich mit meiner Drohne auf Flugreise gehe?
Auch wenn die Regeln der einzelnen Airlines sehr unterschiedlich sein können und ihr euch am besten vor dem Flug direkt bei eurer Airline Rat einholt, so können wir euch einige grundsätzliche Tipps mit auf den Weg geben:

  • Die Propeller eurer Multicopter werden als potentielle Waffen angesehen, so dass ihr diese in jedem Fall zusammen mit eurem Gepäck aufgeben solltet.
  • Die Akkus eurer Drohnen solltet ihr im Handgepäck mitführen und zwar einzeln abgepackt in dafür passenden Plastiktütchen; auf diese Weise ist der Inhalt für jeden offensichtlich und ihr beugt Kurzschlüssen vor.

4.2 Warum werden USA und Kanada meistens nicht versichert?
Zunächst die gute Nachricht: ihr könnt eure Drohnen ohne Weiteres in den USA und Kanada fliegen und dort Aufnahmen machen; beachtet, dass z.B. das Fliegen in Nationalparks u.a. streng verboten und geahndet wird.

Was den Versicherungsschutz angeht, so schließen alle uns bekannten Versicherer diesen in den USA und Kanada aus – der Grund hierfür sind horrende und oft nicht nachvollziehbar Schadenersatzforderungen, welche vor dortigen Gerichten stattgegeben werden.

Beachtet, dass ihr auch für die USA eine Plakette benötigt; die Aufschrift muss neben eurem Namen und eurer Anschrift auch eine Telefonnummer enthalten.

4.3 Was muss man für Drohnenflüge in den USA beachten?
Wie in Deutschland gelten in vielen Ländern eigene Regeln zum Fliegen von Drohnen. In den USA weichen diese nicht grundsätzlich von den Regeln in Deutschland ab. Besonders wichtig für euch ist zunächst die Vorschrift, eine Plakette nicht bloß mit Name und Anschrift sondern zusätzlich mit eurer Telefonnummer auf dem Kopter anzubringen (beachtet diesen Umstand bei eurer Plaketten-Bestellung über unseren Shop).

Neben Militärgeländen, Kraftwerken, Flughafengebieten und Naturschutzgebieten gelten für einige Zonen absolutes Flugverbot. Bei Zuwiderhandeln riskiert ihr neben der Beschlagnahmung eures Kopters samt Aufnahmen zusätzlich hohe Geldstrafen. Auf den Karten von z.B. Mapbox könnt ihr eure Flüge diesbezüglich gründlich vorbereiten.

Darüber hinaus möchten wir euch noch folgende Hinweise mit auf den Weg geben:

  • Die maximale Flughöhe beträgt umgerechnet 121 Meter
  • Die Drohne ist stets in Sichtweite zu fliegen
  • Es gilt ein Abstand zu Personen von umgerechnet 8 Metern und ein nicht konkretisierter Sicherheitsabstand zu anderen Flugobjekten
  • Achtet stets darauf, dass ihr mit euren Aufnahmen nicht die Privatsphäre anderer verletzt
  • Fliegen unter Einfluss von Drogen oder Alkohol oder bei ungeeigneten Flugbedingungen solltet ihr tunlichst vermeiden

Versicherungsseitig solltet ihr beachten, dass die allgemein angebotenen Tarife der Luftfahrt-Haftpflichtversicherung ihr Leistung für Drittschäden in den USA (und auch Kanada) ausschließen.

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